Start Backkartoffel (Ofenkartoffel) mit Pfifferlingcreme und Wagyu Steak

    Backkartoffel (Ofenkartoffel) mit Pfifferlingcreme und Wagyu Steak

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    Backkartoffel mit Pfifferlingcreme und australischem Wagyu

    Backkartoffel, Ofenkartoffel oder Grillkartoffel – es ist eigentlich egal wie du sie nennst. Kartoffeln sind einfach lecker und vor allem dann, wenn du sie irgendwie füllst oder mit einem Topping versiehst. Manche essen Backkartoffeln mit Quark andere wiederrum Backkartoffeln griechischer Art. Da sind, wie so oft, der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie ich meine heutige Variante der Backkartoffel zubereitet habe und vor allem wie absolut grandios mein WAGUY Ribeye Steak* aus Australien war, erzähle ich dir alles in diesem Rezeptbeitrag.

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    Backkartoffel mit Pfifferlingen vom Grill

    Ich hatte es eingangs ja schon gesagt, Backkartoffeln sind toll. Noch viel besser werden sie, wenn du sie im Smoker zubereitest. Diese leichte Rauchnote gibt der Kartoffel den ganz besonderen Kick!

    Backkartoffel aus dem Smoker mit Pfifferlingen
    Backkartoffeln mit Pfifferlingcreme

    Muss man Backkartoffeln vorkochen?

    Zur Frage, ob du Backkartoffeln vorkochen musst, gibt es nur eine Antwort: es kommt drauf an! Du musst die Backkartoffeln nicht vorkochen, kannst du aber. Wenn du genügend Zeit hast, dann back' sie einfach so im Ofen, bzw. wie in meinem Fall im Smoker. Ich habe meine Kartoffeln direkt halbiert, weil ich am Ende ja auf jede Hälfte noch die Pfifferlingcreme gegeben habe. Außerdem habe ich die Zeit während die Kartoffeln gegart wurden genutzt, um die Creme aus Frischkäse und Pfifferlingen zuzubereiten. Insofern, wenn du es eilig hast, kannst du deine Ofenkartoffel auch vorkochen, dann sparst du dir etwas Zeit. Wichtig ist aber die Kartoffeln dennoch in den Grill oder Smoker zu legen, denn das gibt das unvergleichliche Grillaroma an der Kartoffeln.

    Kartoffeln waschen und halbieren
    Kartoffeln waschen und halbieren

    Backkartoffel und Grillkartoffel – ohne Alufolie oder mit?

    Backkartoffeln oder selbst wenn es eine Grillkartoffel ist, kannst du ohne weiteres ohne Alufolie zubereiten. Die klassische Folienkartoffel gibt es oft auf Weihnachtsmärkten oder auch in Restaurants, wo sie dann aufgebrochen und mit Kräuterquark gefüllt wird. Ich lasse die Alufolie bei den Backkartoffeln weg, denn das spart in jedem Fall Müll und sie werden auch so absolut lecker. Wenn sie im Grill zubereitet werden, sogar noch leckerer. Ich sagte ja bereits, das unvergleichliche Grillaroma kommt so direkt an die Kartoffel. Damit sie nicht verbrennt, muss sie aber auf jeden Fall indirekt (Tutorial Indirektes Grillen und direktes Grillen) zubereitet werden. Für die Zubereitung in der Glut solltest du immer Alufolie benutzen.

    Wagyu – Japanisches Rind

    Auch wenn in diesem Rezept die Backkartoffel etwas im Vordergrund steht, möchte ich dir noch ein paar Worte zum mehr als perfekten Begleiter in diesem Rezept sagen. Ich hatte ein 500g australisches Wagyu Steak ausgewählt, welches mich echt umgehauen hat. Die Beilerei.com* hatte mir dieses (Grade 7-8) Wagyu Steak geliefert.

    Wagyu Steak aus Australien
    Wagyu Entrecote

    Wagyu bedeutet im Grunde nicht anderes als japanisches Rind und bezeichnet eine Rinderrasse. Oftmals wird es auch mit Kobe Rind in einem Atemzug genannt und vor allem auch verwechselt. Kobe Rind ist zwar ein Wagyu aber nicht jedes Wagyu ist Kobe Rind, da nur die Wagyu Rinder aus der Region Kobe in Japan, auch als Kobe bezeichnet werden dürfen. Kobe ist also quasi eine geschützte Bezeichnung einer Region (geschützte Ursprungsbezeichnung) wie z.B. Allgäuer Emmentaler oder Weideochse vom Limpurger Rind.  Das Besondere am Wagyu Fleisch ist, dass das Fett von Wagyu Rindern sehr gleichmäßig im Muskel verteilt ist und bis zu 40% ausmacht. Dieses Fett enthält einen hohen Anteil ungesättigte Fettsäuren. Die Tiere haben einfach eine sehr gute Genetik, die sie von anderen Rassen unterscheidet. Das macht das Fleisch allerdings auch etwas teuerer, so dass Wagyu Rind eher für besondere Anlässe ist und nicht für jeden Tag.

    Kommen wir nun zu den Zutaten und der Zubereitung unserer Grillkartoffel (die Grundidee dazu habe ich bei Ina isst gefunden) aus dem Smoker mit dem leckeren Pfifferling Topping.

    Zutaten

    • 10 Kartoffeln
    • 200 Pfifferlinge
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1/2 Bund Petersilie
    • 1 kleine Zwiebel
    • 300g Frischkäse Natur
    • 1 Prise Salz
    • 1 Prise Pfeffer
    • etwas Muskat
    • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
    • 1-2 TL Olivenöl
    • Australisches Wagyu Ribeye Steak (Tipp!)*

    Zubereitung

    Im ersten Schritt säuberst du die Kartoffeln etwas und zwar unter Wasser mit einer Bürste.

    Pfifferling Creme zubereiten

    Im nächsten Schritt die Pfifferlinge ebenfalls putzen. Mit einer kleinen Bürste entfernst du den Dreck, der in den Lamellen sitzt sowie sonstige Verunreinigungen. Wasser empfiehlt sich in diesem Fall nicht, da die Pfifferlinge die Feuchtigkeit zu schnell aufnehmen.

    Pfifferlinge im Smoker

    Ich habe sie trotzdem kurz unter Wasser abgespült, weil ich sie anschließend für ca. 30 bis 40 Minuten bei 80 Grad im Smoker geräuchert habe, damit sie noch etwas Raucharoma annehmen. Wenn du das nicht möchtest, empfehle ich dir die Pfifferlinge trocken zu putzen.

    Pfifferlinge anbraten

    In einer Gusspfanne erhitzt du nun ca. 50g Kerrygold Butter. In der Zwischenzeit die Zwiebel in feine Stücke hacken und anschließend, zusammen mit einer angedrückten Knoblauchzehe,  leicht anschwitzen. Danach gibst du die Pfifferlinge hinzu und brätst diese in den Zwiebeln und der Butter an.

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    Pfifferlinge in Butter anbraten
    Pfifferlinge anbraten

    Wenn die Pfifferlinge schon goldbraun angebraten sind, füllst du diese in einen Mixer um und mixt sie klein. Zwei Pfifferlinge solltest du pro Kartoffel übrig lassen, denn die kannst du dann auf die Kartoffeln setzen bzw. auf die Creme, das sieht ganz hübsch aus.

    Pfifferlinge im Mixer
    Pfifferlinge zerkleinern

    Ob du sie nun grob zerkleinerst oder wie eine Farce, bleibt dir überlassen. Ich hatte sie etwas feiner. Nun lässt du die Pfifferlinge auskühlen und bereitest die Creme schon mal vor. Hierzu Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, gehackte Petersilie, 1 TL frischen Thymian, 1 TL geräuchertes Paprikapulver und etwas geriebene Muskatnuss miteinander vermengen. Sobald die Pfifferlinge ausgekühlt sind, vermengst du diese ebenfalls mit der Creme und stellst sie zur Seite.

    Pfifferling Creme
    Übrigen Zutaten vermischen

    Backkartoffel im Smoker grillen

    Deinen Smoker oder Grill erhitzt du auf ca. 200 Grad. Die Kartoffeln werden halbiert und damit sie später nicht umfallen, die runde Seite leicht begradigt. So kreist du eine flache Auflagefläche und verhinderst das Umkippen. Auf einem Blech legst du die leicht mit Olivenöl eingeölten Kartoffeln mit der Schnittfläche auf ein Backpapier und schiebst sie für ca. 1h in den Grill. Zwischendurch einfach mal schauen wie weich die Grillkartoffeln sind, um die tatsächliche Garzeit festzulegen. In jedem Fall liegen die Backkartoffeln nur indirekt im Grill, weil sonst werden sie dir verbrennen.

    Kartoffeln begradigen
    Backkartoffeln begradigen

    Wenn du jetzt noch ein Steak dazu zubereitest, dann musst du etwas schauen, dass du ein gutes Timing hinlegst, damit du beides zusammen servieren kannst. Allerdings muss man auch sagen, die Backkartoffeln lassen sich sehr gut ohne Qualitätsverlust warmhalten. Hierzu reduzierst du die Temperatur auf 70 Grad und dann passt das schon.

    fertig gesmoked Backkartoffeln
    Backkartoffeln im Smoker zubereitet

    Wagyu Steak grillen

    Wie oben bereits erwähnt hatte ich ein Wagyu Steak, genau genommen ein Wagyu Entrecôte*, welches mir die Beilerei* geliefert hat.

    Wagyu Steak aus Australien
    Wagyu Entrecote

    Für die Zubereitung des Wagyu habe ich eine Gusspfanne genommen und diese trocken in meinem Broil King Imperial 490 Built-In auf sehr hohe Hitze erhitzt. Bei Wagyu Fleisch solltest du keine halben Sachen machen, dafür ist das Fleisch einfach viel zu teuer. Da das Fett des Wagyu Fleisches schon zwischen den Fingern zu schmelzen beginnt und du im Grill ein Flammeninferno verursachen würdest, ist die Verwendung einer Gusspfanne oder Gussplatte dringend angeraten. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit mein Steak medium rare zu Essen, also bei ca. 54 Grad Kerntemperatur, empfehle ich ein Wagyu Steak bei 40 Grad bis 42 Grad Kerntemperatur zu essen. Das Fleisch ist bei dieser Temperatur perfekt und geht im Mund eine großartige Verbindung mit dem Fett ein. Kauen ist fast überflüssig, es schmilzt und hat einen unübertrefflichen Geschmack!

    Wagyu Steak in der Pfanne zubereiten
    Wagyu Entrecote in der Pfanne

    Ich habe das Fleisch also bei derzeit 20 Grad Außentemperatur 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank geholt. Verwende kein Salz und kein Pfeffer! Einfach nur grillen und genießen, du wirst es keine Sekunde bereuen! Das Wagyu Steak von jeder Seite in der heißen Gusspfanne für 1 Minute angrillen, dann den Grill auf 80 Grad reduzieren oder den Backofen verwenden. Das australische Wagyu dort auf eine Kerntemperatur von knapp über 40 Grad Kerntemperatur ziehen. Aus dem Grill oder Backofen holen und in sehr dünne Tranchen aufschneiden und servieren.

    Wagyu scharf angrillen
    Wagyu scharf anbraten oder grillen

    Während das Fleisch aber auf die gewünschte Kerntemperatur gezogen wird, kannst du schon einmal die Backkartoffeln anrichten. Hierzu die Kartoffeln kurz ein wenig abkühlen lassen und dann einen guten Esslöffel deiner selbst gemachten Pfifferlingcreme auf die Schnittflächen setzen. 2-3 ganze Pfifferlinge obendrauf setzen, nochmals mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit ein wenig gehackter Petersilie garnieren.

    Backkartoffeln anrichten
    Backkartoffeln anrichten

    Die Grillkartoffeln nun zusammen mit dem perfekten Wagyu servieren. Ich kann dir gar nicht sagen wie geil das schmeckt. Absolut fantastisch!

    Backkartoffeln und Wagyu

    Fazit

    Das Fazit ist quasi schon gezogen. Die Backkartoffel schmeckt mit der Pfifferlingcreme einfach großartig und das Wagyu Steak, welches definitiv nichts für jeden Tag ist, sucht seinesgleichen. Für mich ein Geschmack von einem anderen Stern! Du bist ein echter Grillfan? Dann solltest du Wagyu Beef einmal testen, wenn dir klar ist, dass intramuskuläres Fett zum einen purer Geschmack bedeutet und zum anderen das Fett des Wagyu auch noch reichhaltig an ungesättigten Fettsäuren ist (Omega 3 und Omega 6) und damit nicht ungesund! Hier nochmal zum Wagyu Beef der Beilerei*, das kann ich dir absolut empfehlen. Viel Spaß beim Nachgrillen!

     

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    Grillkartoffeln (Ofenkartoffel) mit Pfifferlingcreme - dazu Wagyu Steak
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    Menüart Beilagen, Hauptspeise
    Vorbereitung 30 Minuten
    Kochzeit 1,5 Stunden
    Portionen
    Personen
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    Anleitungen
    1. Kartoffeln halbieren, unten begradigen und die Schnittflächen mit Olivenöl einpinseln und mit der Schnittfläche auf ein Backblech geben. Bei 200 Grad indirekt in den Smoker geben und für ca. 1 bis 1,5h garen bis die Kartoffeln weich sind.
    2. Pfifferlinge putzen und die Enden etwas abschneiden. Zwiebel fein würfeln und eine Knoblauchzehe leicht andrücken. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und Zwiebeln glasig anschwitzen. Knoblauchzehe hinzufügen. Anschließend die Pfifferlinge goldbraun in der Butter anbraten.
    3. Einige Pfifferlinge als Topping zur Seite legen und die restlichen Pfifferlinge im Mixer grob zerhacken.
    4. Frischkäse mit einer Prise Salz, frischgemahlenem Pfeffer, etwas Muskatnuss, und geräuchertem Paprikapulver sowie gehackter Petersilie vermengen. Sobald die Pfifferlinge ausgekühlt sind, mit der Frischkäsemischung vermengen.
    5. In der Zwischenzeit das Wagyusteak grillen. (Hinweise oben beachten)
    6. Sobald die Backkartoffeln fertig gegart sind, kurz etwas auskühlen lassen, die Pfifferlingcreme (ca. 1 gehäufter Esslöffel) auf die Schnittfläche geben, nochmal mit etwas Pfeffer würzen und mit gehackter Petersilie garnieren.
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